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Die Telefónica-Gruppe ist einer der größten global agierenden Telekommunikationsunternehmen. Telefónica S.A. (Madrid: TEF.MC) ist an der Börse in Madrid notiert. Es ist nach Marktkapitalisierung das zweitgrößte spanische Unternehmen nach Banco Santander.
Telefónica verfügt über ein weltweites Netzwerk und unterhält in Deutschland ein flächendeckendes, rund 35.000 km langen Backbone mit 270 Einwahlknoten. Es ist in den überwiegend noch stark wachsenden Märkten Lateinamerikas tätig. Hier ist es Marktführer.
Im April 2007 verkaufte Telefonica die britische Tochter Airwave für drei Milliarden Euro an zwei Infrastrukturfonds des australischen Finanzinvestors Macquarie. Der Verkauf von Airwave, dem Betreiber geschlossener Funknetze für die britische Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte, kommt nicht unerwartet. Über das Airwave-Netz telefonieren derzeit rund 220 000 Nutzer.
Die Mobilfunk-Tochter des Konzerns heißt Telefónica Móviles. Seit 23. Januar 2006 gehört dazu auch O2 plc. Mit über 100 Millionen Kunden weltweit ist Telefónica Móviles das weltweit viertgrößte Mobilfunkunternehmen nach China Mobile, Vodafone und China Unicom.
Als größte Mobilfunkanbieter in Spanien und Lateinamerika verfolgt Telefónica im Mobilfunksektor eine expansive Strategie, verbunden mit dem Aufkauf zahlreicher kleinerer Anbieter vor allem in Lateinamerika.
In Deutschland ist die Telefónica Deutschland GmbH als Tochter der O2 Germany GmbH & Co. KG einer der führenden Anbieter für Internetdienstleistungen, der konsequent die Strategie "All over IP" umsetzt. Insbesondere in den Bereichen VoIP und ADSL2+ hat das Unternehmen bereits frühzeitig Erfolge erzielen können. Als Infrastrukturanbeiter positioniert sich die Telefónica Deutschland GmbH dabei mit VoIP- und DSL-Vorleistungsprodukten auf den Wholesalemarkt. Bis Ende 2007 wird Telefónica 60% der bundesdeutschen Haushalte mit ADSL2+-Infrastruktur versorgen, die ausschließlich von großen ISPs vertrieben werden. Das Unternehmen erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von über 350 Mio. Euro.
Ihren Hauptsitz hat die Telefónica Deutschland GmbH in München, ein weiterer wichtiger Standort befindet sich in Verl.
Die britische Zeitung Daily Mail berichtete in ihrer Ausgabe vom 10. April 2006, Telefónica plane zusammen mit Blackstone und Verizon die feindliche Übernahme Vodafones. Das Angebot soll sich auf 160 Pence je Aktie belaufen (aktuell: 127 Pence), was einer Bewertung von Vodafone von 96 Mrd. Pfund entspräche. Telefónica würde sich bei der Übernahme das Europageschäft Vodafones einverleiben. Der britische Markt fiele allerdings an Verizon.
Telefónica Chef Alierta, der seit Jahren keine Interviews mehr gegeben hat, sagte der 'WirtschaftsWoche' "Ich will die Telekom nicht kaufen". Er beendete somit aufkommende Übernahmegerüchte der Deutschen Telekom durch Telefónica.
Der Hauptaktionär von Telecom Italia (TI), der Mischkonzern Pirelli, verhandelt mit dem spanischen Telekomkonzern Telefónica über dessen Einstieg beim italienischen Konkurrenten. In einer Mitteilung an die spanische Börsenaufsicht CNMV bestätigte Telefónica "erste Sondierungsgespräche". Ein Einstieg würde hier über die Beteiligungsholding Olimpia in der 18 % der Telecom Italia Aktien gebündelt sind erfolgen. Am 28. April gaben die Beteiligten schließlich bekannt, dass Telefonica für einen Preis von 4,1 Mrd Euro Olimpia übernehmen werde. An dem Geschäft sind neben Telefonica die italienischen Unternehmen Generali, Mediobanca, Intesa Sanpaolo und Benetton beteiligt.
Standard & Poor's Ratings Services (S&P) vergibt für Telefónica ein Langfristrating "BBB+" und für das Kurzfristrating "A-2".
Telefónica war zusammen mit der finnischen Sonera an der Group 3G beteiligt, die im August 2000 eine UMTS-Lizenz in Deutschland erworben hatte. Siehe Quam.
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