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Ein Heliograf bzw. -graph nutzt einen Spiegel zur Reflexion von Sonnenlicht zu einem entfernten Beobachter. Bei einer Bewegung des Spiegels sieht der entfernte Beobachter Lichtblitze, die dazu genutzt werden können, Informationen durch eine vordefinierte Signalkodierung zu übertragen.
Die erste aufgezeichnete Verwendung eines Heliographen fand 405 v. Chr. statt, als die Griechen in der Antike polierte Schilde benutzten um Signale in Schlachten zu übertragen und wurde von Xenophon in seinem Werk Hellenika dokumentiert.
Der unbeliebte römische Kaiser Tiberius benutzte einen Heliographen zur Lenkung des römischen Reiches von einer Villa auf der Insel Capri aus, er sendete jeden Tag Befehle an das acht Kilometer entfernte Festland.
1810 wurde ein formales Design für einen Heliographen durch den deutschen Professor Carl Friedrich Gauss von der Universität Göttingen vorgeschlagen. Es wurde für Beobachtungen konzipiert, wurde jedoch von den französischen, englischen und US-amerikanischen Militärs als Feldtelegraf genutzt um Informationen mittels eines Morsecodes zu übertragen. Auch von den deutschen Truppen in Namibia wurden Heliographen eingesetzt, siehe auch Halali.
Der Heliograph blieb lange Zeit eine Standardausrüstung des Militärs in Australien und England bis zum Jahre 1960, da es als relativ abhörsicher galt.
Zuletzt wurden Heliographen 1980 durch die Afghanen während der Sowjetischen Invasion in Afghanistan genutzt. Sie sind immer noch in Überlebensausrüstungen enthalten um eine Signalübertragung im Notfall durchführen zu können, insbesondere um Suchflugzeuge auf sich aufmerksam machen zu können.
Kategorie:Kommunikationsgerät